Details
   

Statistik und mögliche aktuelle

Wetterentwicklung Dezember 2021

in Brandenburg / Booßen

geschrieben von Hans-Joachim Knußmann

 

Statistik und mögliche aktuelle Wetterentwicklung im Dezember 2021 in Brandenburg.

 

ZEITWEISE LEICHT WINTERLICH, WEIHNACHTSWETTER IST NOCH UNSICHER
Aufgrund langjähriger statistischer Unterlagen aus den Jahren 1991 bis 2020, die als Vergleichswerte genutzt werden, wurden für den Dezember folgende mittlere Klimadaten ermittelt. Mit dem Dezember beginnt der meteorologische Winter. Das Monatsmittel der Temperatur betrug in Brandenburg 1,4 bis 1,8 Grad. Die bisherigen Extremwerte erreichten als Höchsttemperatur 14 bis 17 Grad, und nachts wurde schon ein Minimum von minus 20 bis minus 25 Grad gemessen. Die Zahl der Tage mit Nachtfrost betrug 16 bis 19. Dauerfrost gab es mitunter schon an 1 bis 3 Tagen. Im Durchschnitt fielen etwa 40 bis 45 mm Niederschlag. Die niedrigeren Werte betrafen besonders wieder das Oderbruch. Die Niederschläge verteilten sich auf etwa 14 bis 19 Tage. Die Sonne schien 35 bis 40 Stunden. Etwa 15 bis 20 Tage blieben trüb und damit ohne Sonnenschein. Es traten 3 bis 8 Nebeltage auf.
Weitere statistische Unterlagen, Wettermodelle und die augenblickliche globale Großwetterlage
vermitteln uns folgende voraussichtliche WETTERENTWICKLUNG im Dezember 2021:
Die erste Monatsdekade wird geprägt von weiteren Tiefdruckgebieten, die vom Nordatlantik langsam über Skandinavien weiter nach Osten und Südosten ziehen. Am 1. Dezember verlagert sich ein Sturmtief nördlich von Brandenburg ostwärts, es verursacht Windspitzen bis zur Stärke 8 und 9 Beaufort aus südwestlicher bis später westlicher Richtung. Dazu ziehen viele Wolken heran und es gibt örtlich leichten Regen. Die Temperaturen steigen tagsüber auf 5 bis 9 Grad und sinken nachts auf 1 bis 4 Grad. An der Rückseite des Sturmtiefs und weiteren Tiefdruckgebieten über Skandinavien setzt ab 2. Dezember mit einer nordwestlichen Strömung ein Temperaturrückgang ein. So werden bei vielen Wolken und örtlich etwas Regen oder Schnee die Temperaturen nur noch auf 1 bis 3 Grad steigen und sinken nachts auf 0 bis minus 3 Grad. Nach dem 5. des Monats steigen die Temperaturen tagsüber nur noch auf 0 bis 1 Grad und sinken nachts auf minus 1 bis minus 6 Grad. Dazu gibt es örtlichen Schneefall mit Glättebildung auf den Straßen. Der Wind weht mäßig aus West bis Nord.
Auch die zweite Monatsdekade ist gekennzeichnet von Tiefdruckgebieten, die sich vom nördlichen Atlantik in Richtung Skandinavien und Dänemark verlagern. Sie führen zunächst mildere Luft aus dem Südwesten heran. Bei oft vielen Wolken und einigen sonnigen Abschnitten gibt es örtlich etwas Niederschlag, teils als Schnee, meist als Regen. Die Temperaturen steigen allmählich an und ereichen 3 bis 9 Grad und gehen in den Nächten auf 1 bis 5 Grad zurück. Nach dem 19. Dezember könnte auf der Rückseite der Tiefdrucktätikeit wieder Luft polaren Ursprungs Brandenburg erreichen. Damit würden die Temperaturen tagsüber nur noch wenig über Null Grad liegen und nachts gibt es leichen Frost, bei längerem Aufklaren auch unter minus 5 Grad. Dazu wird es bei vielen Wolken zu örtlichen Schneeschauern kommen, die auch zu einer erhöhten Straßenglätte führen können. Es weht ein mäßiger zunächst überwiegend westlicher, später nordwestlicher bis nördlicher Wind.
In der dritten Monatsdekade können sich voraussichtlich die kräftigen Temperaturgegensätze über dem Nordatlantik etwas südwärts verlagern. Damit würden die Tiefdruckgebite ein südlichere Bahn einschlagen und andererseits kommt es zum Druckanstieg über Nordeuropa. Das bedeutet für Brandenburg wieder kälteres Wetter mit örtlichen Schneefällen und Temperaturen, die nur noch bis 0 Grad oder etwas darüber ansteigen und nachts gibt es leichten bis mäßigen Frost. Der Wind dreht auf nördliche bis östliche Richtung. Diese Wetterlage könnte sich mit einer Eintreffwahrscheinlichkeit von 70% einstellen. Eine genauere Weihnachtsprognose ist erst nach dem 15. Dezember möglich.
Damit könnte der Dezember gegenüber dem Temperaturnormalwert etwas zu kalt ausfallen und der Niederschlag wird etwa den Normalwert erreichen. Auch im Dezember git es einige statistische Untersuchungen zur weiteren Wetterentwicklung. Mit einer Eintreffwahrscheinlichkeit von 60 bis 70% kann einem zu kalten Dezember auch ein zu kalter Januar folgen. Um die Jahreswende entscheidet sich oft der weitere Verlauf des Winters. Ist es an mindestens 7 Tagen zwischen Weihnachten und dem 6. Januar zu mild, dann wird es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch im Januar und Februar zu mild. Kalten Wintern geht oft eine Kälteperiode um die Jahreswende voraus.

Wetterservice Knußmann Booßen.